US-GAAP steht für „United States Generally Accepted Accounting Principles“. Die Regeln bestimmen, wie Unternehmen in den USA Abschlüsse aufstellen. Die autoritative Quelle für nichtstaatliche Unternehmen ist grundsätzlich die FASB Accounting Standards Codification; Vorschriften der US-Börsenaufsicht SEC können für registrierte Emittenten hinzukommen.

Entwicklung und Anwendung

Das Financial Accounting Standards Board (FASB) erlässt und aktualisiert Rechnungslegungsstandards. Änderungen werden in Accounting Standards Updates veröffentlicht und nach den jeweiligen Übergangsvorschriften wirksam. Ältere Einzelverlautbarungen wurden in die Codification eingeordnet; historische Fachliteratur sollte daher anhand der aktuellen Codification geprüft werden.

US-GAAP ist nicht mit IFRS oder deutschem HGB gleichzusetzen. Unterschiede betreffen unter anderem Ansatz, Bewertung, Darstellung und Anhangangaben. Ob ein Unternehmen US-GAAP verwenden muss oder darf, hängt von Rechtsraum, Börsennotierung, Konzernanforderungen und einschlägigen Vorschriften ab.

Bei der Nutzung eines US-GAAP-Abschlusses sind Berichtszeitraum, geltende Standards, SEC-Anforderungen und mögliche Überleitung zu IFRS oder HGB anzugeben.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 11. Oktober 2026. Aktuelle Standardquelle und Abgrenzung zu IFRS und HGB aktualisiert.