Ein Warentermingeschäft vereinbart einen Preis oder eine Preisformel für eine Ware, deren Lieferung oder Abrechnung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt. Unternehmen können solche Verträge nutzen, um Preisrisiken bei Rohstoffen zu begrenzen; Marktteilnehmer können sie auch zu spekulativen Zwecken einsetzen.

Kontraktformen

Standardisierte Futures werden über eine Börse gehandelt und haben festgelegte Kontraktgrößen, Laufzeiten und Qualitätsmerkmale. Börsen verlangen in der Regel Sicherheiten und gleichen Positionen nach den Marktregeln aus. Forwards oder andere OTC-Verträge werden individuell zwischen Parteien vereinbart und bringen zusätzlich Gegenparteirisiken mit sich.

Ein Absicherungsgeschäft beseitigt nicht jedes Risiko. Preisentwicklung, Basisrisiko, Mengen- und Terminabweichungen, Sicherheitenbedarf und Liquidität können zu Verlusten oder zusätzlichem Finanzierungsbedarf führen. Ein Termingeschäft kann außerdem Verpflichtungen auslösen, selbst wenn sich der tatsächliche Beschaffungsbedarf ändert.

Prüfung

Vor Einsatz sind Vertragsbedingungen, Bewertungsregeln, interne Risikolimits und mögliche Aufsichtsanforderungen zu klären. Der Begriff „Absicherung“ bedeutet nicht, dass ein Geschäft verlustfrei ist.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Hedgewirkung, Kontraktarten und Sicherheitenrisiko erklärt.