Das Wert-Preis-Verhältnis beschreibt die Preiswürdigkeit aus Sicht eines Kunden: Welchen Nutzen oder Wert nimmt er im Verhältnis zum geforderten Preis wahr? Der wahrgenommene Wert kann Funktion, Qualität, Service, Bequemlichkeit, Marke und persönliche Präferenzen umfassen.

Eine Formel wie „Wert geteilt durch Preis“ kann eine vereinfachte Darstellung sein. Wert und Preis müssen dafür jedoch auf vergleichbare, sinnvoll normierte Skalen gebracht werden. Ohne diese Festlegung sagt ein rechnerischer Schwellenwert von 1 nichts Allgemeingültiges aus. Ein Kunde kauft nicht automatisch jedes Produkt oberhalb dieser Grenze; Budget, Alternativen, Vertrauen und Situation spielen ebenfalls eine Rolle.

Beispiel

Eine Person kann ein langlebiges Produkt trotz höherem Kaufpreis als preiswürdig empfinden, wenn sie Reparaturkosten und Nutzungsdauer berücksichtigt. Eine andere Person mit anderem Bedarf kann dieselbe Bewertung ablehnen. Das Verhältnis ist daher kunden- und kontextabhängig.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Scheinpräzise Kennzahl und universelle Kaufregel entfernt.