Die Wohlfahrtstheorie untersucht, wie wirtschaftliche Entscheidungen und die Verteilung knapper Ressourcen das Wohlergehen von Menschen beeinflussen. Sie umfasst normative Fragen – was als wünschenswert gilt – und positive Analysen wirtschaftlicher Zusammenhänge.

Effizienz ist nicht Verteilung

Ein Ergebnis ist Pareto-effizient, wenn niemand besser gestellt werden kann, ohne jemand anderen schlechter zu stellen. Dieses Kriterium sagt nicht, ob die Verteilung gerecht ist oder ob alle ein ausreichendes Einkommen haben. Verschiedene effiziente Ergebnisse können sehr unterschiedlich verteilt sein.

Modelle der Wohlfahrtsökonomie analysieren unter bestimmten Annahmen, wann Märkte effizient arbeiten oder Marktversagen auftreten kann. Externe Effekte, Marktmacht, Informationsprobleme und öffentliche Güter können Ergebnisse beeinflussen. Staatliche Eingriffe haben ihrerseits Kosten und Verteilungswirkungen.

Eine Wohlfahrtsbewertung hängt deshalb von Zielen, Annahmen und Werturteilen ab. Ein einzelner Geldwert oder das BIP bildet Wohlergehen nicht vollständig ab.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.