Ein Kassenbuch dokumentiert Bareinnahmen und Barausgaben eines Betriebs. Aufzeichnungen müssen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet sein. Geschäftsvorfälle sollen sich einzeln nachvollziehen lassen; der rechnerische Kassenbestand muss mit dem tatsächlichen Bargeldbestand abstimmbar sein. Ein negativer Kassenbestand ist ein Warnsignal, weil Bargeld nicht unter null sinken kann.
Elektronische Kassen
Für elektronische Aufzeichnungssysteme gelten zusätzliche Anforderungen, darunter die Belegausgabepflicht und – soweit das System darunter fällt – die zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung. Einzelheiten richten sich nach AO, Kassensicherungsverordnung und den Vorgaben der Finanzverwaltung. Ein Tabellenblatt oder eine einfache App ersetzt nicht automatisch ein ordnungsgemäßes elektronisches Kassensystem.
Beispiel für einen Barverkauf
| Vorgang | Netto | Umsatzsteuer 19 % | Brutto |
|---|---|---|---|
| Verkauf eines steuerpflichtigen Produkts | 100,00 € | 19,00 € | 119,00 € |
Der Regelsteuersatz beträgt grundsätzlich 19 Prozent; begünstigte Umsätze und Steuerbefreiungen sind gesondert zu beurteilen. Der zwischen Juli und Dezember 2020 geltende temporäre Satz von 16 Prozent ist kein allgemeiner heutiger Umsatzsteuersatz.
Fehler oder Lücken können die Nachvollziehbarkeit beeinträchtigen und zu Schätzungen führen. Unternehmen sollten ihr Verfahren an Geschäftsmodell, Kassensystem und aktuelle gesetzliche Anforderungen anpassen.
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Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Buchführungsanforderungen, Kassensysteme und Regelsteuersatz anhand amtlicher Vorschriften geprüft.