Die absolute Einkommenshypothese wird mit John Maynard Keynes verbunden. In ihrer einfachen Form hängt der Konsum C vom verfügbaren Einkommen Y ab: C = C₀ + cY. C₀ steht für autonomen Konsum, c für die marginale Konsumneigung – den Anteil eines zusätzlichen Einkommens, der für Konsum verwendet wird.
Das Modell hilft, eine Beziehung zwischen Einkommen und Konsum zu erklären. Es sagt nicht, dass Konsum ausschließlich vom laufenden Einkommen abhängt. Vermögen, Erwartungen, Zinsen, Zugang zu Krediten, Haushaltsgröße und Unsicherheit spielen ebenfalls eine Rolle.
Grenzen und Anwendung
Die marginale Konsumneigung ist keine für alle Haushalte und Situationen feste Naturkonstante. Die einfache Funktion abstrahiert von Verteilung und individuellen Entscheidungen. Aus einem sinkenden Einkommen folgt daher nicht automatisch eine unbegrenzte Abwärtsspirale; gesamtwirtschaftliche Wirkungen hängen auch von Preisen, Geldpolitik, Außenhandel, Investitionen und staatlichen Maßnahmen ab.
Die Hypothese ist ein Baustein der Makroökonomie, keine vollständige Beschreibung des Konsumverhaltens.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.