Das Bretton-Woods-System entstand aus einer Konferenz von 44 Staaten im Juli 1944. Nachkriegswährungen erhielten feste, aber unter bestimmten Bedingungen anpassbare Wechselkursparitäten zum US-Dollar. Die Vereinigten Staaten verpflichteten sich, ausländischen Währungsbehörden Dollar zu einem Preis von 35 US-Dollar je Feinunze Gold zu konvertieren.
Funktionsweise und Ende
Das System sollte Wechselkursstabilität mit internationalem Handel verbinden. Es war kein vollständig starres System: Paritäten konnten bei grundlegenden Ungleichgewichten angepasst werden. Der Internationale Währungsfonds unterstützte die Zusammenarbeit und Zahlungsbilanzfinanzierung.
Die Dollar-Gold-Konvertibilität wurde 1971 ausgesetzt. In den folgenden Jahren gingen die großen Währungen zu flexibleren Wechselkursen über; das System zerfiel schrittweise. Die häufig genannte Parität von 35 Dollar galt pro Feinunze (etwa 31,1 Gramm), nicht pro 30 Gramm.
Das historische System ist von heutigen Wechselkursregimen und der heutigen Rolle des IWF zu unterscheiden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.