Fiatgeld ist Geld, dessen Ausgabe nicht an einen festen Einlösungsanspruch in Gold oder einen anderen Rohstoff gebunden ist. Der Begriff beschreibt die Geldordnung, nicht eine pauschale Manipulation. Der Wert und die Akzeptanz einer Währung hängen unter anderem von der Wirtschafts- und Rechtsordnung, der Geldpolitik und dem Vertrauen der Nutzer ab.

In modernen Volkswirtschaften besteht Geld aus Bargeld und verschiedenen Formen von Buchgeld. Banknoten und Münzen können gesetzliche Zahlungsmittel sein; Bankeinlagen sind dagegen Forderungen gegenüber Geschäftsbanken und erfüllen im Alltag ebenfalls eine wichtige Zahlungsfunktion.

Fiatgeld ist von einem Warengeldsystem oder einem festen Goldstandard zu unterscheiden. Auch ein gesetzliches Zahlungsmittel behält seine Kaufkraft nicht automatisch: Preisstabilität hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung und einer glaubwürdigen Geldpolitik ab.

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.