Der Leverage-Effekt beschreibt den Einfluss von Fremdkapital auf die Eigenkapitalrendite. Wenn die Gesamtkapitalrendite die Kosten des Fremdkapitals übersteigt, kann zusätzliche Verschuldung die Eigenkapitalrendite erhöhen. Liegt die Rendite darunter, verstärkt Fremdkapital die Belastung des Eigenkapitals.
Hebel in beide Richtungen
Eine vereinfachte Formel setzt gleichbleibende Erträge, Zinssätze und Kapitalwerte voraus. In der Realität schwanken operative Ergebnisse und Finanzierungskosten. Höhere Verschuldung erhöht Zins- und Tilgungsverpflichtungen, Liquiditätsrisiko und mögliche Insolvenzgefahr.
Der Leverage-Effekt ist deshalb keine Garantie auf höhere Rendite. Er sollte zusammen mit Verschuldungsgrad, Zinsdeckung, Laufzeiten und Stressszenarien beurteilt werden.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Renditebedingung und asymmetrisches Risiko erklärt.