Der Pipeline-Effekt bezeichnet Warenbestände, die sich zwischen Hersteller und Endkunden im Vertriebsweg befinden – etwa beim Transport, im Zentrallager oder in Verkaufsstellen. Bei mehrstufigem Vertrieb kann ein Teil der produzierten Ware noch nicht beim Endkunden angekommen sein.
Herstellerlieferungen an den Handel sind daher nicht dasselbe wie Abverkauf an Verbraucher. Werden Lager aufgefüllt, kann der Herstellerabsatz zeitweise stärker steigen als die tatsächliche Endkundennachfrage; später kann der Effekt umgekehrt auftreten.
Für Produktions- und Absatzplanung sind Lagerreichweite, Lieferzeiten, Bestellrhythmus, Retouren und Abverkaufsdaten gemeinsam zu betrachten. Ein hoher Lagerbestand ist weder automatisch Nachfrage noch ein sicherer Hinweis auf künftige Verkäufe.
Quellen und Prüfstand
Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.