Der Primacy-Effekt beschreibt, dass zuerst präsentierte Informationen unter bestimmten Bedingungen stärker erinnert oder bei einer späteren Bewertung stärker berücksichtigt werden können. Er wird als Reihenfolgeeffekt untersucht.

Die Wirkung hängt unter anderem von Aufmerksamkeit, Informationsmenge, zeitlichem Abstand, Vorwissen und Aufgabe ab. Unter anderen Bedingungen kann ein Recency-Effekt auftreten, bei dem zuletzt präsentierte Informationen besser verfügbar sind.

Für Werbung oder Verkaufsgespräche folgt daraus keine universelle Regel. Die Reihenfolge sollte zur Zielgruppe und zum Kommunikationsziel passen und nicht dazu dienen, wesentliche Bedingungen zu verstecken.

Quellen und Prüfstand

Inhaltlich überarbeitet am 2026-10-13. Definition, Abgrenzung und Rechenbeispiel geprüft.